(Firmen-) Geschichte en masse.

1872

Mit der ersten Tafelglashütte „Annathal“ legt Anton Müller, seines Zeichens Händler und Unternehmer, den Grundstein für die heutige Zwiesel Kristallglas AG. Im selben Jahr zur Weihnachtszeit liefert er bereits kistenweise die ersten Tafelgläser aus.

1884

Eigentümerwechsel: Theodor und Gustav Tasche übernehmen den Betrieb und firmieren unter „Zwieseler Farbenglashütte Gebrüder Tasche“, kurz „Tasche-Hütte.“

1897

Gustav Tasche entwickelt seine Kühlöfen weiter. Die neue Technik meldet er beim kaiserlichen Patentamt an.

1898

The „Tasche-Hütte“ changes its legal form to that of an Aktiengesellschaft (AG), which is comparable to a public limited company. Gustav Tasche joins the management board. The contributed capital amounts to about half a million Deutsche Mark.

1912

Die AG erweitert ihre Kapazitäten, baut zu diesem Zweck ein neues Werk und beteiligt sich zusätzlich mit 55 Prozent an der ausländischen Tafel- und Farbenglaswerke GmbH in Zuckmantel.

1914 – 1921

A heavy sales collapse due to the war is followed by a prohibition of sale. The factory floors of the „Vereinigten Farbenglaswerke“ are shut down temporarily.

1924

Premiere für die “Vereinigten Farbenglaswerke”. Der Standort Zwiesel produziert von nun an Hohlglas als Basis für Trinkgläser.

1927

Die Folgen der Inflation ereilen die Glasschmiede aus Zwiesel: das Hauptgeschäft Bau- und Industrieglas fällt weg. In „Schott & Gen“ findet man die ideale Lösung. Der neue Geschäftspartner, das in 1884 gegründete Jenaer Glaswerk, übernimmt die Aktienmehrheit.

1945

Der Krieg fordert weiteren Tribut, die Werke in Pirna und Zuckmantel sowie das Stammwerk der Schott & Gen gehen verloren. Alliierte sollen helfen, den Standort Zwiesel wieder aufzubauen.

1952

Die Jenaer Glaswerke ziehen mit ihrem Stammwerk nach Mainz, und firmieren als „Schott“.

1961

Lichtblick in Zwiesel: Die vollautomatische Produktion von Kelchglas gelingt und stößt in der Gastronomie auf große Nachfrage.

1962

Die Geschäfte entwickeln sich so gut, dass neue Kapazitäten geschaffen werden. Erstmals kommt die Gastronomiegarnitur NECKAR auf den Markt.

1970

Das erste maschinell geblasene Bleikristallglas – ein Wilhelm Kuchler Design – geht mit dem Namen MELODIA in Serie.

1971

Das Werk in Zwiesel spezialisiert sich auf Haushaltsglas, das einen Marken-Launch als JENAER GLAS erfährt. Im Zuge dessen bekommt der Zwieseler Stammsitz ein neues Firmenschild. Die „Schott Zwiesel Glaswerke AG“ ist geboren.

1973

Mit dem Bau des neuen Werks „Regenwiese“ entstehen Lagerhallen mit direkter Eisenbahnanbindung.

1978

Es werden für Umweltschutzvorgaben nötige Vorkehrungen getroffen - Modernisierungen und Erweiterungen inbegriffen.

1984

Wieder eine Neuheit aus Zwiesel – selbst große Artikel wie Vasen oder Schalen können nun maschinell gefertigt werden.

1985

Die Trinkglasserie EXCELSIOR tritt ihren Siegeszug an, genauso unvergessen ist der Eintrag ins Guinessbuch: Weltrekord für das dreihundertmillionste, mundgeblasene NECKAR-Glas.

1991

Zur Schonung der Umwelt verzichtet SCHOTT ZWIESEL auf die Verarbeitung von Bleikristallen. Stattdessen wird ein neues, hochwertiges Kristallglas entwickelt - zu 100% frei von Bleioxid.

1997

Ein runde Zahl – 125 Jahre Firmengeschichte der SCHOTT ZWIESEL. Auch im Ausland stehen Neuigkeiten an mit dem Bau des Zweigwerks Husinec in Tschechien.

1999

Die Trinkglasserie DIVA und MILLENNIUM feiern anlässlich der Frankfurter Frühjahrsmesse ihren Einstand. Beiden steht ein erfolgreicher Markteintritt bevor.

2001

Die Table Top Alliance AG übernimmt die Mehrheitsbeteiligung der Schott Zwiesel AG.

2002

Seit der Kühlofeninnovation sind 105 Jahre vergangen. SCHOTT ZWIESEL schließt diese Lücke mit einer weiteren Marktinnovation: TRITAN®, ein weiterentwickeltes Kristallglas, das sich durch Bruch- und Spülmaschinenfestigkeit auszeichnet. Die Initialzündung für internationale Expansion mittels neu gegründeter Vertriebsgesellschaften in Schweden und Spanien.

2003

In Zwiesel entstehen zusätzliche Kapazitäten, in Japan eine neue Vertriebsgesellschaft.

2004

Mit China und den USA werden wichtige Auslandsmärkte erschlossen.

2005

Aus der „Schott Zwiesel AG“ wird die „Zwiesel Kristallglas AG“. Einerseits wird damit der neu eingeführten Marke ZWIESEL 1872 Rechnung getragen. Zum anderen sollen regionale Wurzeln sowie die eigene Identität und Verbundenheit mit dem Standort Deutschland gestärkt werden.

2006

Die ZWIESEL KRISTALLGLAS stärkt ihre Position als Anbieter hochwertiger Markenprodukte und erwirbt die Rechte an der Traditionsmarke JENAER GLAS.

Die Trennung vom Mutterkonzern sicherte in Zwiesel 500 Arbeitsplätze. Der Glasstraßenpreis honoriert dieses regionale Engagement.

Ein „red dot award“ geht an die Glasserie THE FIRST der Marke ZWIESEL 1872

Die Auszeichnungen „Turnarounder des Jahres“ sowie  „Best Business Award“ gehen nach Zwiesel und würdigen unternehmerisch gezeigtes Geschick.
 

2007

Die Marke JENAER GLAS aus hitzebeständigem Borosilikatglas hält Einzug ins Portfolio. ZWIESEL KRISTALLGLAS vereint somit drei Glassparten unter einem Dach:

SCHOTT ZWIESEL, ZWIESEL 1872 und JENAER GLAS Die ZWIESEL KRISTALLGLAS AG sichert sich einen Platz unter den Top 100 der innovativsten Unternehmen im deutschen Mittelstand.

Ein „red dot award“ geht an die Serie GENTLE von SCHOTT ZWIESEL.

2008

Beim Bayrischen Gründerpreis reiht sich die Unternehmensführung in die Riege der Finalisten in der Kategorie „Nachfolge“ ein.

Der asiatische Markt gewinnt zusehends an Bedeutung, eine Vertriebsgesellschaft in Shanghai wird gegründet.
 

2009

Die Zwiesel Kristallglas AG meistert die weltweite Finanzkrise - alle Arbeitsplätze bleiben erhalten.

2010

Eine dritte Glasschmelzwanne wird in Betrieb genommen. Mit dem Einsatz der neuen Oxyfuel-Technologie setzt das Unternehmen einen Meilenstein in Sachen Umweltfreundlichkeit.

Der „Best of Award - für nachhaltige Unternehmensführung“ geht an die Zwiesel Kristallglas AG.

Das Unternehmen wird im „Lexikon der deutschen Weltmarktführer“ gelistet. Im selben Jahr erhält die Marke SCHOTT ZWIESEL eine Auszeichnung als eine „Marke des Jahrhunderts“.

2011

Die Vertriebsaktivitäten werden ausgeweitet - ein Representative Office in Mumbai (Indien) wird eröffnet.

2012

Im Oktober 2012 wurde der Umbau der gesamten Produktion auf die umwelt- und ressourcenschonende Oxyfuel-Technologie abgeschlossen. Ein perfekter Baustein zu einer glaubwürdigen Corporate Responsibility.

2012 erhält das Teeservice von JENAER GLAS den Interior Innovation Award 2012 und der DECO Award ging an die Serien HOMMAGE BY CHARLES SCHUMANN (ZWIESEL 1872) und SPOTS NEO (SCHOTT ZWIESEL).

Außerdem erhält ZWIESEL KRISTALLGLAS eine Top 3 Platzierung bei den "Markenchampions der Gastronomie".

2013

Die ZWIESEL 1872 Serie WINE CLASSICS erhält noch vor Markteinführung den Interior Innovation Award und den red dot award: product design 2013.

2014

Neues Fertigungsverfahren: Gezogener Kelch

Durch diese Technologie werden völlig neue Designlinien ermöglicht, die die Maschinenfertigung der Manufaktur ein großes Stück näher bringt.

2015

Ein Macher, ein Querdenker, ein Visionär und Innovationstreiber - so wurde Dr. Robert Hartel in der Laudatio von Vorstand Dr. Andreas Buske am 25. September zum Abschied beschrieben.  Nach fast 20 Jahren im Unternehmen geht Dr. Robert Hartel in den Ruhestand.

Ab 1. Oktober 2015 wurde Dr. Andreas Buske alleiniger Besitzer und Vorstand der ZWIESEL KRISTALLGLAS AG.

2016

Berufung von Herrn Dr. Andreas Buske zum Honorarprofessor!

Der Vorstandsvorsitzende der Zwiesel Kristallglas AG, Dr. Andreas Buske, wird am 1. Dezember 2016 zum  Honorarprofessor an der Technischen Hochschule Deggendorf berufen.

2018

Berufung von Herrn Christian Nasarow zum Vorstand Produktion, Technik und SCM!

Ab 2018 ist Herr Nasarow neuer Vorstand für Produktion, Technik und Supply Chain Management bei der Zwiesel Kristallglas AG.